{"id":4815,"date":"2020-08-01T14:31:43","date_gmt":"2020-08-01T12:31:43","guid":{"rendered":"https:\/\/spirit.h2.de\/wordpress\/?p=4815"},"modified":"2022-07-20T20:40:55","modified_gmt":"2022-07-20T18:40:55","slug":"studierende-bauen-visionen-fuer-die-inklusive-bildung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/spirit.h2.de\/spirit\/studierende-bauen-visionen-fuer-die-inklusive-bildung\/","title":{"rendered":"Studierende bauen Visionen f\u00fcr die inklusive Bildung"},"content":{"rendered":"<p>Im Sommersemester 2020 lief alles anders als geplant. Victoria Batz, wissenschaftliche Mitarbeiterin im IKKE Projekt, bereitete in Kooperation mit Prof. Dominik Schumacher ein Bachelor Hauptprojekt f\u00fcr Studierende aus dem Fach Industrie Design zum Thema \u201eLernszenarien f\u00fcr die inklusive Berufsbildung\u201c vor. Es sollen Visionen f\u00fcr digitale, interaktive Lernmethoden entwickelt und prototypisch umgesetzt werden. Das Bundesprojekt \u201eInklusive K\u00fcche 4.0\u201c steht dabei als Praxispartner zur Seite. Die Studierenden sollten die M\u00f6glichkeit bekommen, den im Rahmen des Projektes initiierten inklusiven Unterricht zu besuchen, die Zielgruppen kennenzulernen und den Berufsausbildungsalltag zu erfahren.<\/p>\n<p>Im April 2020 sitzen Prof. Schumacher und Frau Batz neun Studierenden im Videokonferenztool Zoom gegen\u00fcber \u2013 der Berufsschulunterricht ist abgesagt, die Schulen geschlossen, die Studierenden zuhause vor ihren Laptops.<\/p>\n<p>Trotzdem findet das Projekt statt. Sechs Stunden jede Woche werden die Probleme von inklusiver Bildung, bisherige Ma\u00dfnahmen, Strategien der Didaktik und der aktuelle Stand der Technik in dem Bereich analysiert. Die Projektmitarbeiterin Inga Lipwoski kann mit fachlichem Input zu denen Themen Sonderp\u00e4dagogik und Nutzerstudien unterst\u00fctzen. Herr Prof. Michael Herzog erweitert den Horizont der Studierenden durch einen Einblick in die Lerntheorie. Prof. Schumacher und Victoria Batz leiten den Designprozess nach dem Vorbild der Design Science Research Methodologie an.<\/p>\n<p>Auf Basis der Lehrinhalte f\u00fcr die Unterrichtsmodule \u201eEierspeisen\u201c und \u201eA la Carte\u201c entstanden Konzepte zur differenzierten Vermittlung von theoretischen Inhalten f\u00fcr die drei Zielgruppen Auszubildende zum\/zur Koch\/K\u00f6chin, FachpraktikerInnen K\u00fcche und Mitarbeiter der Lebenshilfe mit geistigen Behinderungen. Obwohl alle Vor-Ort-Termine in den Bildungseinrichtungen abgesagt werden mussten, konnte das IKKE Team unterst\u00fctzen, indem sie inhaltliches Feedback zu den Konzeptentw\u00fcrfen bei den digitalen Zwischen- und Endpr\u00e4sentationen gaben.<\/p>\n<p>Die meisten Abstriche mussten bei der Verwirklichung der Prototypen gemacht werden. Drei Projektteams setzten vier Konzepte um, die alle remote entstanden sind \u2013 Ein 3D Modell vom Schwein f\u00fcr die Fleischzerlegung, eine Tablet Anwendung, mit der die Ern\u00e4hrungspyramide erlernt wird, ein Ablauftrainer in Virtual Reality, mit dem Rezepte f\u00fcr Eierspeisen nachgekocht werden und die Applikation Tommy, der von den Spielenden bei seiner gesunden Ern\u00e4hrung unterst\u00fctzt werden muss. W\u00e4hrend die beiden Bildschirmanwendungen sehr gut von zuhause umgesetzt werden konnten, sahen sich die Teams mit VR-Brille und 3D-Druck einer Herausforderung gegen\u00fcber. Die Werkst\u00e4tten der Hochschule sind geschlossen und kooperatives Arbeiten kann weitaus aufw\u00e4ndiger sein, wenn man sich nicht im selben Raum befindet. Dennoch haben sie es geschafft.<\/p>\n<p>Am 23. Juli 2020 war es dann endlich so weit. Mit vier Wochen Versp\u00e4tung konnten die Prototypen in der Lebenshilfe Prignitz getestet werden. Es stellten sich 8 MitarbeiterInnen der Lebenshilfe als Probanden zur Verf\u00fcgung. In der Lebenshilfe wurden die 9 Studierenden gut mit Mittagessen, Kaffee und Kuchen aus der hauseigenen K\u00fcche umsorgt. Jedem Team stand ein eigener Raum zur Verf\u00fcgung, in dem sie ihre Prototypen mit den TeilnehmerInnen ausprobieren und evaluieren konnten. Die anf\u00e4nglichen Ber\u00fchrungs\u00e4ngste waren schnell \u00fcberwunden und es machte sich Neugier und Begeisterung \u00fcber die innovativen Lernmethoden breit. Jede\/r wollte die VR-Brille testen und Tommy so gut wie m\u00f6glich durch das Ern\u00e4hrungsspiel leiten. Das IKKE Team sowie auch die Studierenden waren positiv \u00fcberrascht von der Aufgeschlossenheit gegen\u00fcber den neuen Medien. Die Testung l\u00e4sst darauf schlie\u00dfen, dass die modernen Technologien viel intuitiver verwendet werden, als erwartet. Auch die Lernkonzepte sto\u00dfen auf Zustimmung.<\/p>\n<p>Zwei der vier Lernszenarien werden vom IKKE Team weiterentwickelt und im inklusiven Unterricht eingesetzt. Im November 2020 ist es hoffentlich wieder m\u00f6glich, dass sich alle drei Zielgruppe und das Lehrpersonal in einem Klassenraum aufhalten. Dann kommen die VR-Brillen und der 3D-Druck vom Schwein erneut zum Einsatz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Sommersemester 2020 lief alles anders als geplant. Victoria Batz, wissenschaftliche Mitarbeiterin im IKKE Projekt, bereitete in Kooperation mit Prof. Dominik Schumacher ein Bachelor Hauptprojekt f\u00fcr Studierende aus dem Fach Industrie Design zum Thema \u201eLernszenarien f\u00fcr die inklusive Berufsbildung\u201c vor. Es sollen Visionen f\u00fcr digitale, interaktive Lernmethoden entwickelt und prototypisch umgesetzt werden. 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