{"id":4755,"date":"2021-07-06T13:35:09","date_gmt":"2021-07-06T11:35:09","guid":{"rendered":"https:\/\/spirit.h2.de\/wordpress\/?p=4755"},"modified":"2022-07-20T20:37:24","modified_gmt":"2022-07-20T18:37:24","slug":"ikke-in-der-rp-reha","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/spirit.h2.de\/spirit\/ikke-in-der-rp-reha\/","title":{"rendered":"IKKE in der RP Reha"},"content":{"rendered":"<p>Die aktuelle Ausgabe der \u201eRP Reha \u2013 Recht und Praxis der Rehabilitation\u201c, eine Zeitschrift f\u00fcr Rehabilitations-, Teilhabe- und Schwerbehindertenrecht, setzt sich mit der Inklusiven Bildung in Kitas, Schulen und Studium und den damit verbundenen Barrieren auseinander (Ausgabe 04\/2020). Als Anwendungsbeispiel aus der Praxis stellt in dieser Aufgabe das SPiRIT-Forschungsprojekt \u201eIKKE &#8211; Inklusive K\u00fcche 4.0\u201c die eigens erforschten, anwendungsorientierten M\u00f6glichkeiten der Digitalisierung in einer inklusiven Berufsausbildung vor.<\/p>\n<p>Das IKKE-Projekt m\u00f6chte der Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung in der Berufsausbildung entgegenwirken und mit digitalen Anwendungen f\u00fcr Bildungs- und Barrierefreiheit in der Erwerbserlangung sorgen. Seit August 2019 erproben die Wissenschaftler*innen in einem gemeinsamen Pilotprojekt mit dem Oberstufenzentrum Prignitz in Wittenberge in zwei Berufsschulklassen die Anwendung eines inklusiven und digitalen Unterrichts anhand mehrerer Module. Hier werden Auszubildende mit und ohne Behinderung bzw. Beeintr\u00e4chtigung in gemeinsamen Klassen mit Hilfe digitaler Tools unterrichtet. Ziel ist es, die Chancen und Schwierigkeiten inklusiver, digitaler Lehr-Lern-Formate zu ermitteln und die Digitalanwendungen an die Bed\u00fcrfnisse der Auszubildenden anzupassen.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse nach der ersten Testphase heben das eindeutige Potenzial der Digitalisierung in der inklusiven Berufsausbildung hervor. Aus einer Kombination aus Fremdbeobachtungen der Unterrichtseinheiten und Umfragen mit den teilnehmenden Auszubildenden konnten die Mitarbeiter*innen des IKKE-Projektes zw\u00f6lf Gelingensbedingungen f\u00fcr die erfolgreiche Umsetzung des digitalen und inklusiven Unterrichts ableiten. Aus diesen geht hervor, dass die unterschiedlichen Lernbed\u00fcrfnisse der Auszubildenden individuell gef\u00f6rdert werden m\u00fcssen, indem unterschiedliche Aufgaben und Materialien in verschiedenen Schwierigkeitsgraden sowie Zusatzaufgaben angeboten werden. Der Fokus liegt auf einem abwechslungsreichen Unterricht mit m\u00f6glichst wenig Frontalunterricht und vielen kooperativen Lerneinheiten, die den inklusiven Charakter unterst\u00fctzen sollen. Die kleinen Lerngruppen, bestehend aus einer idealen Anzahl von zehn bis f\u00fcnfzehn Auszubildenden, sollen durch ein Team unterrichtet werden, das sich aus mindestens einer Lehrkraft und einer sonderp\u00e4dagogischen Fachkraft zusammensetzt. F\u00fcr eine zufriedenstellende Barrierefreiheit in der Nutzung der technischen Anwendung ist es zudem wichtig, dass die Lehrkr\u00e4fte \u00fcber professionell ausgebildete Medienkompetenzen verf\u00fcgen und diese in Weiterbildungsangeboten erg\u00e4nze k\u00f6nnen, damit alle Auszubildenden die bestm\u00f6gliche Unterst\u00fctzung in der Nutzung der digitalen Lehrangebote erhalten k\u00f6nnen und ein gleichwertiges Lernen erm\u00f6glicht wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die aktuelle Ausgabe der \u201eRP Reha \u2013 Recht und Praxis der Rehabilitation\u201c, eine Zeitschrift f\u00fcr Rehabilitations-, Teilhabe- und Schwerbehindertenrecht, setzt sich mit der Inklusiven Bildung in Kitas, Schulen und Studium und den damit verbundenen Barrieren auseinander (Ausgabe 04\/2020). 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