Digitaler Austausch zum Digital Business

Seit 2020 veranstalten die weiterbildenden Studiengänge Cross Media und Digital Business Management der Hochschule Magdeburg-Stendal das Symposium „Cross Media - Transform Business“ – eine Konferenz, die sich mit den Themen der digitalen Wirtschaft und Verwaltung auseinandersetzt. Die diesjährige Konferenz am 5. und 6. Februar 2021 stand unter dem Motto „Handel – Wandel - Mittelstand: unternehmerisch in die Zukunft“ und fand, aufgrund der aktuellen Corona-Situation, digital über Zoom in Kombination mit dem Online-Whiteboard Miro statt. Hier konnten die Teilnehmer*innen interaktiv an Online-Vorträgen, Workshops und Präsentationen teilhaben.

Am Freitag eröffneten Thomas Wünsch, Staatssekretär von Sachsen-Anhalt und Stephan Papenbreer, Stadtrat von Magdeburg mit einem Grußwort die zweitägige Mitmach-Veranstaltung. Passend zu dem Motto „Handel – Wandel – Mittelstand“ leitete die Keynote von Frau Prof. Dr. Martina Stepper von der TU Kaiserslautern in die Thematik ein. Sie stellte den Teilnehmer*innen Strategien für die Innenstadt von heute (und morgen) vor, die die Attraktivität von Stadtzentren steigern sollen, damit sie neben einem wachsenden, ortsunabhängigen E-Commerce-Angebot auch weiterhin als beliebte Standorte von Städten angesehen und genutzt werden.

Im Anschluss daran stellten Daniel Nauck und Martin Nowack die Ergebnisse aus dem Lehrprojekt „Shopping 4.0“ vor. Das Projekt fand im Rahmen von zwei Semestern statt: Im Sommersemester 2020 befragten die Studierenden der Masterstudiengänge Cross Media und Digital Business Management Magdeburger Händler^innen zu ihren (digitalen) Strategien im Umgang mit dem ersten „Closedown“ der Corona-Pandemie. Aus diesen Befragungen leiteten die Studierenden im Folgesemester konkrete, innovative Marketingideen ab, die die Aufmerksamkeit auf die Händler^innen und ihre Angebote fördern sollen. Diese wurden von den Studierenden im Rahmen des Symposiums in Kurzvorträgen präsentiert. Die Ideen umfassen beispielsweise Apps und digitale Anwendungen, die die regionalen Angebote von Händlerinnen übersichtlich präsentieren („Shopping-Ping App“, „Digitale Händlerkarte“). Andere Ideen verbinden bereits vorhandene Ausstattung in der Innenstadt mit digitalen Informationen, wie bspw. die „Händlerbänke“: Sitzbänke in der Innenstadt sollen mit QR-Codes versehen werden, die auf den Einzelhandel aufmerksam machen, der in den Außenstadtteilen angesiedelt ist, sodass Angebote im Stadtzentrum auch die Angebote von Händlerinnen in weiteren Umkreisen hervorheben.

Ein abschließendes Highlight des ersten Tages stellte der virtuelle Sofatalk dar, zu welchem die Wirtschaftsabgeordnete der Stadt Magdeburg, Sandra Yvonne Stieger und drei Händler^innen aus Sachsen-Anhalt eingeladen wurden. Die Talkgäste tauschten sich angeregt über ihre Bedürfnisse und Erfahrungen des Lockdowns aus und ermöglichten interessante Einblicke für alle Teilnehmer*innen.

Den zweiten Tag des Symposiums eröffnete die Rektorin der Hochschule Magdeburg-Stendal Prof. Dr. Anne Lequy. Anschließend erläuterte Frau Prof. Dr. Elisabeth Katzlinger-Felhofer von der Partnerhochschule Johannes-Kepler-Universität in Linz das Forschungsprojekt „Crossteaching“. In diesem Projekt erarbeiteten Studierende der Studiengänge Cross Media, Digital Business Management und Risikomanagement in interuniversitären Teams wissenschaftliche Untersuchungen zu ethischen Fragestellungen im Digital Business. Neben Einblicken in die Preisbereitschaft von Konsument^innen in nachhaltige Modetrends, die mögliche Meinungsbeeinflussung durch Google Predictions und weiteren spannenden Forschungsbeiträgen, berichteten die Studierenden Sarah Krennhuber und Chris Seehafer über ihre Forschung zum „Mobile Payment“. Mobile Bezahlmethoden über das Smartphone finden in Deutschland, Österreich und der Schweiz noch keine große Anwendung. Im Crossteaching-Projekt beschäftigten sich die beiden mit den Bedenken von Konsument^innen gegenüber mobiler Bezahlung und erarbeiteten erste Lösungsansätze, anhand welcher Banken die Bedenken der Nutzer^innen reduzieren könnten.

Abschließend tauschten sich die Organisator*innen der „CMTB21“-Konferenz in einem weiteren Sofatalk untereinander und mit den Studierenden über ihre Erfahrungen aus dem vergangenen Semester aus. Das Feedback zu dem Symposium fiel durchweg positiv aus. Der Austausch zwischen der Praxis und den Studierenden war für beide Seiten sehr wertvoll und erfolgreich!