Digitale Welt im Schauwerk

Das Symposium „Change Media – Transform Business“ wurde am 7. und 8. Februar im Magdeburger Schauwerk durch die Studiengangsleiter von Digital Business Management und Cross Media der Hochschule Magdeburg-Stendal veranstaltet. In Fachvorträgen, Studierenden-Präsentationen und Workshops am Breiten Weg ging es dabei um die digitale Welt: Geschäftsmodelle, Unternehmensentwicklung, Agilität und Soziale Medien waren die großen Themen des Symposiums.

Am Freitag eröffneten die Organisator*innen Michael Herzog, Dominik Schumacher, Daniel Nauck und Leonore Franz von der Hochschule das vielfältige Programm im Schauwerk.

Los ging es direkt mit dem Referent Henrik Rieß von UID Berlin. Er erforscht mit seinem Innovation-Team gesellschaftliche und technologische Entwicklungen, die das Leben in Zukunft beeinflussen. Passend zu seinem Vortragsthema „Agile Agenturen – Quo Vadis?“ berät er Firmen, die „hic et nunc“ - also im Hier und Jetzt ihren Weg gehen.

Nicht nur die Fachvorträge stießen auf viel Interesse. Auch die Präsentationen der Studierenden fanden viel Zuspruch und verleiteten zum Austausch in den anschließenden Fragerunden. Dafür stellte die Projektbetreuerin Christine Michitsch zunächst die allgemeinen digitalen Unternehmensentwicklungen in der Sozialwirtschaft und die Dachstiftung Diakonie in Magdeburg vor. Nahtlos ging das Programm in die Präsentation der drei studentischen Projekte über. Dabei wurden Verbesserungs- und Lösungsvorschläge zum Digitalen Fundraising, Recruiting und User Experience anhand der Website der Diakonie erarbeitet. Dabei ging es voranging, darum Kundinnen und Interessierten einen leichteren Zugang zu der Website der Diakonie und einen einfacheren Vorgang bei der Bewerbung zu ermöglichen. Bei dem Spenden-Projekt stand für die Referentinnen Transparenz und die emotionale Bindung der Spender*innen im Vordergrund. Die Ergebnisse beeindruckten das Publikum und natürlich den Praxispartner Diakonie, der jetzt überlegt wie er die Vorschläge einarbeiten kann. Jennyfer Stabingis-Böttcher präsentierte, passend zu dem vorangegangen Programm, welche neuen Arbeitsformen schon in Unternehmen angekommen sind. Sie untersuchte dabei über Tele-Heimarbeit hinaus neue Entwicklungen und von welcher Ebene im Unternehmen die Veränderungen vorangetrieben werden.

Der abschließende Vortrag von Stefan Weißwange (Teleport GmbH Halle) über „Digitale Transformationen in der Verwaltung“ fand durch die professionellen Folien und humorvolle Anekdoten viel Zuspruch bei den Zuhörer*innen. Konkret beschäftigte sich Weißwange nicht nur mit der technischen Frage der Transformation sondern auch mit den Fragen zur Kommunikation, zur Arbeitskräftegewinnung, zum Datenschutz und rechtlichen Anforderungen.

Am zweiten Tag des Symposiums war Eigeninitiative in den Workshops „Agile Methoden“ und „Podcast“ gefragt. Zuvor gab es einen spannenden Vortrag von Daniel Krüger. Er gründete sein eigenes digitales Business „Korrektur NachOben“, das sich mit digitaler und politischer Kommunikation beschäftigt. Neben Kundenberatung ist er auf Bewegtbild-Content und Podcasts spezialisiert. Mit seinem Podcast „Digitale Provinz“ war er auch schon zu Gast bei dem MDR-Podcast „Digital leben“ im Dezember 2019. Von den MDR-Podcasts war wiederum Julien Bremer beim Symposium zu Gast. Nach der Theorie wurde in Gruppen eine eigene Podcast-Idee entwickelt und diskutiert. Zur selben Zeit fand der „Agile Methoden“-Workshop unter der Leitung von Michael Metzger von d-network in Kooperation mit Daniel Krüger im Schauwerk statt. Auch dort wurden fleißig Ideen für einen eigenen Podcast gesammelt. Hier war das Ziel, mit agilen Methoden eine eigene Geschäftsidee zu entwickeln.

Es gab Einblicke in die Vorgehensweise eines agilen Designprozesses und in Gruppen wurden Handlungsempfehlungen für die Geschäftsentwicklung rund um das Vorhaben erarbeitet. Tools und Methoden wie User-Testing, Persona, Customer Journey und Value Proposition wurden innerhalb des Workflows vorgestellt und getestet. Auch wer an dem Samstag keinen Workshop besucht hat, wurde nicht enttäuscht. Im Hauptraum gab es Vorträge von Studierenden aus dem Studiengängen Digital Business Management, Cross Media, Risikomanagement der Hochschule Magdeburg-Stendal sowie der Johannes Kepler Universität Linz. Themen wie Cookies, Digital Divide, E-Health, IoT für smarte Haushaltsgeräte, waren wichtige Themen sowie eine Postersession in der Pause Raum zu Diskussionen beitrug.

Abschließend konnte Christian Franke, Studierender im Digital Business Management, das Publikum mit seinen Recherche zur Metastudie von John Cook über den menschengemachten Klimawandel nochmal aus der Reserve locken. Nach dem erfolgreichen und sehr gut besuchten Symposium 2020, freuen sich die Organisator*innen schon auf die nächste Konferenz, auf der es wieder viel Austausch, neue Denkanstöße, Workshops, Vorträge und innovative Ideen geben wird.