NachLeben

Nachhaltigkeit in den Lebensmittelberufen. Situierte Lehr-Lernarrangements zur Förderung der Bewertungs-, Gestaltungs- und Systemkompetenz in der betrieblichen Ausbildung

Obwohl Ernährung ein zentrales Thema nachhaltiger Entwicklung ist, fehlen fachdidaktische Lehr-Lernarrangements zu Vermittlung von Nachhaltigkeitskompetenzen bei Auszubildenden und Ausbildungspersonal. In diesem Zuge ist zu ermitteln, inwieweit das Ziel der Ausbildung „Beruflicher Handlungskompetenz“ sich mit den Ansätzen zur Entwicklung von Bewertungs-, Gestaltungs- und Systemkompetenz vereinbaren lässt, um neben der Vermittlung von thematischen Aspekten der Nachhaltigkeit den Kompetenzerwerb mit zeitgemäßen didaktischen Ansätzen in der beruflichen Ausbildung weiter zu fördern und zu stärken. Ziele des Projekts „NachLeben“ sind die Entwicklung, betriebliche Erprobung, Evaluation und Verbreitung von nachhaltigkeitsorientierten, situierten Lehr-Lernarrangements für die Ausbildungsberufe der Lebensmittelindustrie. Innerhalb der zu entstehenden Lehr-Lernarrangements werden die einzelnen Nachhaltigkeitsdimensionen (ökologisch, sozial, ökonomisch) nicht isoliert voneinander, sondern ganzheitlich betrachtet und implementiert. Die Erprobungsberufe des Projektvorhabens umfassen: SüßwarentechnologIn, Fachkraft Lebensmitteltechnik, BrennerIn, DestillateurIn und WeintechnologIn.

Vorgehen:

Leitgedanke der Lehr-Lernarrangements ist, dass sich die Nachhaltigkeitsidee in konkreten beruflichen Handlungsfelder und –situationen manifestiert. Zur Zielerreichung werden Situationen geschaffen und in digitale Lernformate transferiert, die möglichst realitätsnah, problembasiert, authentisch und komplex gestaltet sind. Die Lehr-Lernarrangements werden den Lernenden aktivieren, seine eigenen Konstrukte zu entwickeln (konstruktivistischer Ansatz) sowie ein dynamisches Wechselspiel von Tun und Denken, aktivem Handeln und Reflexion ermöglichen. Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung bieten die didaktischen Grundprinzipien: Kompetenzorientierung, Situations- und Handlungsorientierung und Konstruktivistischer Ansatz (Situiertes Lernen).

Situation und Ziele:

Obwohl Ernährung ein zentrales Thema nachhaltiger Entwicklung ist, fehlen fachdidaktische Lehr-Lernarrangements zu Vermittlung von Nachhaltigkeitskompetenzen bei Auszubildenden und Ausbildungspersonal. In diesem Zuge ist zu ermitteln, inwieweit das Ziel der Ausbildung „Beruflicher Handlungskompetenz“ sich mit den Ansätzen zur Entwicklung von Bewertungs-, Gestaltungs- und Systemkompetenz vereinbaren lässt, um neben der Vermittlung von thematischen Aspekten der Nachhaltigkeit den Kompetenzerwerb mit zeitgemäßen didaktischen Ansätzen in der beruflichen Ausbildung weiter zu fördern und zu stärken. Ziele des Projekts „NachLeben“ sind die Entwicklung, betriebliche Erprobung, Evaluation und Verbreitung von nachhaltigkeitsorientierten, situierten Lehr-Lernarrangements für die Ausbildungsberufe der Lebensmittelindustrie. Innerhalb der zu entstehenden Lehr-Lernarrangements werden die einzelnen Nachhaltigkeitsdimensionen (ökologisch, sozial, ökonomisch) nicht isoliert voneinander, sondern ganzheitlich betrachtet und implementiert. Die Erprobungsberufe des Projektvorhabens umfassen: Süßwarentechnologe/in, Fachkraft Lebensmitteltechnik, Brenner/in, Destillateur/in und Weintechnologe/in.

Angestrebte Ergebnisse, Transfer und Verstetigung:

Die Verbundpartner werden innerhalb der Projektlaufzeit mit den Erprobungs- und Netzwerkpartnern nachhaltigkeitsorientierte situierte Lehr-Lernarrangements entwickeln und betrieblich erproben. Dabei werden einerseits verschiedene nachhaltigkeitsorientierte Szenarien für Auszubildende sowie andererseits ein nachhaltigkeitsorientiertes berufliches Weiterbildungsangebot für Ausbilder/innen umgesetzt.

Verbundpartner:

  • Prof. Dr. Frank Bünning, Professur Technische Bildung und ihre Didaktik, OVGU MD
  • Prof. Dr. Astrid Seltrecht, Professur Fachdidaktik Gesundheits- und Pflegewissenschaften, OVGU MD
  • Prof. Dr. Michael A. Herzog, Professur Wirtschaftsinformatik, HS MD-SDL
  • Dr. Jörg Bühnemann , Agrarmarketinggesellschaft Sachsen-Anhalt

Erprobungspartner:

  • Bodeta Süßwaren GmbH Oschersleben, Dirk Thielemann
  • Halloren Schokoladenfabrik AG, Halle/Saale, Manuela Grönitz
  • Henglein GmbH & Co. KG, Klosterhäseler, Sebastian Kober
  • KATHI Rainer Thiele GmbH, Halle/Saale, Susan Thiele
  • Keunecke Feinkost GmbH, Ballenstedt, Stefan Heilemann
  • Nordbrand Nordhausen GmbH, Nordhausen/Harz, Frank Albers
  • Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien GmbH, Freyburg, Ulrich Wiegel
  • Stendaler Landbäckerei GmbH, Stendal, Claudia Schulz
  • Wikana Keks und Nahrungsmittel GmbH, Lutherstadt Wittenberg, Yvonne Böhm
  • Winzervereinigung Freyburg-Unstrut eG
  • Zentralfachschule der Deutschen Süßwarenwirtschaft e.V., Solingen, Ulrike Winkler

Auftrag-/Mittelgeber:

  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Dr. Verónica Fernández Caruncho

Laufzeit:

  • 01.05.2018 – 30.04.2021

Wissenschaftliche AnsprechpartnerInnen/Kontakt:

  • Prof. Dr. Michael A. Herzog
  • Philipp Schüssler
  • Linda Vieback
  • E-Mail: spirit@h2.de